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Mehr Energie, weniger PMS? - Die wichtigsten Zyklus-Insights von Longevity-Ärztin Sisa Josefina Lema C.

Mehr Energie, weniger PMS? - Die wichtigsten Zyklus-Insights von Longevity-Ärztin Sisa Josefina Lema C.

Mehr Energie in den Zyklusphasen, weniger PMS-Symptome? Longevity-Ärztin Sisa Lema erklärt, warum Frauen zyklusbasiert regenerieren sollten - und welche 3 Dinge essentiell sind.

Zum Weltfrauentag sprechen wir über echte Selbstführung und nicht über Durchhalten, Augen zu und weiter.

Wir sprechen über Biologie, Energie und unser Nervensystem.

Deshalb sind wir mit Longevity-Ärztin Sisa Lema in den Dialog gegangen.

Zu unseren Zyklusphasen, der Lutealphase, PMS-Symptomen und darüber, warum Frauen nicht jeden Tag gleich funktionieren sollten.

Was sie sagt, ist gleichzeitig entlastend und empowernd.

Der weibliche Zyklus ist kein Mood-Thema - sondern Biologie

Sisa Lema macht direkt klar:

"Als Ärztin sehe ich täglich: Der weibliche Zyklus ist kein Mood-Thema, sondern Biologie. Über den Monat verändert sich unser hormonelles Milieu - und damit auch, wie unser Körper Stress verarbeitet, regeneriert und Energie bereitstellt."

Unser Zyklus folgt einem fein abgestimmten Rhythmus - im Durchschnitt etwa 28 Tage.

In der ersten Zyklushälfte - Follikelphase bis Eisprung - dominiert Östrogen. Viele Frauen erleben hier:

  • bessere Insulinsensitivität

  • effizientere Nutzung von Kohlenhydraten

  • höhere Leistungsfähigkeit

  • mehr Fokus und Leichtigkeit

In der zweiten Zyklushälfte - Lutealphase - steigt Progesteron.

"Der Körper verhält sich so, als müsste er eine mögliche Schwangerschaft mitversorgen. Das braucht tendenziell mehr Energie, mehr Nährstoffe und mehr Regeneration."

Genau hier beginnt das Missverständnis. Wir erwarten von uns, an Tag 3 und Tag 23 identisch zu funktionieren.

"Du bist kein Roboter mit 24-Stunden-Standardprogramm, sondern ein 28-Tage-System (+/- 2 Tage) mit Phasen."

Warum sich die Lutealphase oft anstrengender anfühlt

Viele Frauen berichten vor der Periode über:

  • schlechteren Schlaf

  • stärkere Reizbarkeit

  • innere Unruhe

  • das Gefühl von Akku leer

Was passiert hier im Nervensystem?

"Nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur. Schlaf gelingt am besten, wenn der Körper nachts gut runterkühlen kann. Wenn diese Absenkung schwerer fällt, fühlen wir uns schneller unausgeschlafen."

Zusätzlich verändert Progesteron die Schlafarchitektur.

"Die Tage vor deiner Periode sind neurologisch ein anderes Programm: Dein Gehirn braucht mehr Schlaf und Pausen, aber der Schlaf ist gleichzeitig oft unruhiger."

Parallel sinken bestimmte Neurotransmitter wie Serotonin leicht ab, während das Stresssystem empfindlicher reagiert. Gleichzeitig steigen Körperkerntemperatur und Grundumsatz leicht an - was auch den Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf beeinflussen kann.

Das bedeutet:

Mehr Reize. Weniger Puffer. Höherer Regenerationsbedarf. Und oft auch eine höhere Sensibilität für leichte Dehydration - mit Kopfschmerzen, Brain Fog oder Kreislaufschwäche.

PMS-Symptome verstehen - Was physiologisch passiert

Kurz vor der Menstruation fallen Östrogen und Progesteron deutlich ab.

"Diese Hormonwechsel greifen direkt in Serotonin- und GABA-Systeme ein und sind der Kernmechanismus hinter PMS-Symptomen wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Stimmungstiefs und Schlafstörungen."

Dazu kommen:

  • hormonell bedingte Flüssigkeitsverschiebungen

  • Wassereinlagerungen

  • verstärkte Gebärmutterkontraktionen

  • entzündliche Prozesse

Das typische aufgedunsene Gefühl, Spannung im Bauch oder emotionale Dünnhäutigkeit sind biochemische Prozesse.

"Wenn du dich kurz vor der Periode müde, gereizt und aufgeschwemmt fühlst, ist das kein Charakterschwäche-Thema, sondern Biochemie."

Was hilft laut Sisa Lema konkret?

  • Stress- und Schlafschutz in der späten Lutealphase

  • moderate Bewegung statt Maximalbelastung

  • 20 bis 30 Minuten zügiges Gehen, lockeres Krafttraining oder Yoga

  • bewusste Hydration

Nicht gegen den Körper trainieren, sondern mit ihm.

Magnesium und Elektrolyte - wann sie sinnvoll sein können

Ein weiterer wichtiger Punkt im Gespräch sind Mikronährstoffe.

Sisa Lema erklärt:

"Bei Frauen mit Dysmenorrhoe und PMS findet man häufiger niedrigere Magnesiumspiegel."

Typische Signale für einen möglichen relativen Mehrbedarf können sein:

  • stärkere Unterbauch- oder Bein-Krämpfe

  • Spannungs-Kopfschmerzen

  • Muskelzucken oder Bruxismus

  • schlechteres Ein- oder Durchschlafen

  • innere Unruhe, insbesondere zyklisch betont

Auch Elektrolyte spielen eine zentrale Rolle - besonders bei Stress, Hitze, intensiven Workouts oder Reisen.

Elektrolyte sind essenziell für Nervenleitung, Muskelkontraktion und Kreislaufstabilität. Gerade in der zweiten Zyklushälfte, wenn Thermoregulation und Grundumsatz verändert sein können, reagieren viele Frauen sensibler auf eine unausgewogene Hydration. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge an Wasser, sondern die Qualität der Elektrolyt-Zufuhr. Zuckerzusätze oder unausgewogene Mineralstoffverhältnisse können kontraproduktiv wirken.

"Wenn du in der zweiten Zyklushälfte schneller Kopfschmerzen, Brain Fog oder Kreislauf bekommst, prüfe zuerst die Basics: Trinken, Salz- und Elektrolyt-Balance, Schlaf. Oft ist das der Hebel - nicht noch mehr Koffein."

Wichtig: Supplemente sollten nicht unkritisch hochdosiert werden, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen.

Die 3 Dinge, die Frauen laut Sisa Lema sofort ändern sollten

Zum Abschluss wollten wir es konkret wissen:

Wenn eine Frau ab morgen nur drei Dinge anders machen würde - welche wären das?

Ihre Antwort:

1. Den eigenen Zyklus tracken

"Notiere 3 bis 4 Monate lang Zyklustage, Energielevel, Stimmung, Schlaf und Training. Du wirst Muster sehen."

Plane intensive Sporteinheiten, große Präsentationen oder lange Social-Events bevorzugt in deine Follikel- oder Ovulationsphase und gib dir in der Lutealphase bewusst mehr Puffer.

2. Die Lutealphase aktiv schützen

"In der Woche vor der Periode gilt: 30 bis 60 Minuten früher ins Bett, abends Licht reduzieren, Koffein spätestens am frühen Nachmittag, Training smarter statt härter."

Mehr Zone-2-Bewegung und Mobility, aber weniger Maximaldruck.

3. Hydration strukturieren

"Eine klare Routine: morgens starten und bei Belastung nicht erst reagieren, wenn Kopfschmerz, Heißhunger oder Brain Fog da sind."

Besonders in stressreichen oder intensiven Phasen kann Wasser in Kombination mit Elektrolyten sinnvoll sein.

Ihr Fazit:

"Tracke deinen Zyklus, schütze deinen Schlaf in der Lutealphase und trink klüger an Stress- und Trainingstagen. Das ist kein Lifestyle, sondern bewusste Selbstführung."

Weltfrauentag bedeutet: nicht funktionieren - sondern verstehen

Mehr Energie entsteht nicht durch mehr Druck, sondern durch bessere Rahmenbedingungen - Schlaf, Stressregulation und eine kluge Hydration.

Medizinischer Hinweis

Die hier dargestellten Inhalte basieren auf allgemeinen physiologischen Zusammenhängen und alltagstauglichen Präventionsprinzipien. Sie ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

Insbesondere bei starken, anhaltenden oder neu auftretenden Zyklusbeschwerden sowie bei Nieren-, Herz- oder Blutdruckerkrankungen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Eine Supplementation, zum Beispiel Magnesium oder Elektrolyte, sollte nicht unkritisch und idealerweise unter medizinischer Begleitung erfolgen.

Call to Action

Wenn dieser Beitrag dir aus der Seele spricht:

Teile ihn mit einer Frau, die immer versucht, einfach durchzuziehen.

Speichere ihn dir und beginne heute damit, deinen Zyklus bewusst zu führen.


Den direkten Kontakt zu Sisa Lema findet ihr hier: 

Website: https://www.sisa-health.de/

Sisa Josefina Lema Cachiguango

Freiberufliche Ärztin

Silvio-Meier-Straße 5

10247 Berlin

Deutschland


Telefon: 0177 8014742

E-Mail: info@sisa-health.de

Website: www.sisa-health.de